Steven Wilson: “Hand. Cannot. Erase.” – Deutschland Tour 2015

Steven Wilson & Band live in Erlangen, Heinrich Lades-Halle - © Florian Thoma

Steven Wilson: im Frühjahr wieder in Deutschland © Florian Thoma

Im März und April werden Steven Wilson und seine Band für 6 Konzerte nach Deutschland kommen.
Im Gepäck haben sie Stevens viertes Soloalbum Hand. Cannot. Erase., das im Februar via Kscope erscheinen wird.
“We are currently developing a show that I hope will raise the bar both musically and visually from previous tours, with a set list based around the new album, as well as casting the net further back into my songwriting past for a few surprises.”
Zu bestaunen gibt es die Shows in Köln, Stuttgart, Neu Isenburg, München, Berlin und Hamburg. Je ein Konzert wird die Band in Österreich (Wien) und in der Schweiz (Pratteln) spielen. Einen ersten Eindruck vom The Raven That Refused to Sing-Nachfolger bekommt ihr hier in Ton und Bild – Die Tickets für die Konzerte sind ab sofort im Vorverkauf!

Steven Wilson Hand. Cannot. Erase. Tour 2015

Köln // E-Werk 20.03.15
Stuttgart // Theaterhaus 22.03.15
Neu-Isenburg // Hugenottenhalle 28.03.15
München // Alte Kongresshalle 02.04.15
Wien // Ottakringer Brauerei 04.04.15
Berlin // Columbiahalle 09.04.15
Hamburg // CCH – Saal 2 10.04.15
Steven Wilson & Band: live in Deutschland 2013

Line-Up

+++ Steven Wilson +++ Guthrie Govan (Lead-Gitarre) +++ Marco Minnemann (Drums) +++ Nick Beggs (Bass, Sticks) +++ Adam Holzman (Keyboards) +++

Steven Wilson & Band @ AIR Studios - © Lasse Hoile

Steven Wilson & Band @ AIR Studios – © Lasse Hoile

The Watchmaker – Live in Germany

Steven Wilson: “Hand. Cannot. Erase.” erscheint im Februar + Tour

Steven Wilson @ AIR Studios - © Lasse Hoile

Steven Wilson @ AIR Studios – © Lasse Hoile

Steven Wilsons neues Studio-Album wird im kommenden Februar via Kscope erscheinen.
Der Titel des vierten Soloalbums lautet Hand. Cannot. Erase. . Das Album wurde im September in den AIR Studios eingespielt. Die Band besteht (wie beim Vorgänger The Raven That Refused to Sing) aus Drummer Marco Minnemann, Gitarrist Guthrie Govan, Bassist Nick Beggs und Adam Holzman an den Keys sowie Theo Travis am Saxophon.
Das Konzept ist an die Dokumentation The Dreams of a Life angelehnt. Lasse Hoile hat Eindrücke aus dem Studio für einen Podcast eingefangen.

Recording at AIR Studios

Steven Wilson & Band – Tourdates

Im März und April werden Steven und seine Band für 6 Konzerte nach Deutschland kommen. Die Band stoppt mit ihrer neuen Liveshow in Köln, Stuttgart, Neu Isenburg, München, Berlin und Hamburg. Mehr Infos zu Preorder und Tickets folgen!

Thu 12th Mar – UK, Cambridge, Corn Exchange
Fri 13th Mar – UK, Cardiff, St David’s Hall
Sat 14th Mar – UK, Manchester, Bridgewater Hall
Mon 16th Mar – UK, Edinburgh, Queens Hall
Tue 17th Mar – UK, London, Troxy
Wed 18th Mar – UK, Wolverhampton, Civic Hall

Fri 20th Mar – Germany, Cologne, E-Werk
Sat 21st Mar – Luxembourg, Rockhall
Sun 22nd Mar – Germany, Stuttgart, Theatrehaus
Tue 24th Mar – The Netherlands, Utrecht, TivoliVredeburg
Wed 25th Mar – France, Paris, Olympia
Thu 26th Mar – Belgium, Antwerp, Trix Club
Sat 28th Mar – Germany, Neu Isenburgy (Frankfurt), Hugenottenhalle
Sun 29th Mar – Switzerland, Pratteln, Konzerfabruk z7
Mon 30th Mar – Italy, Milan, Teatro Della Luna
Tue 31st Mar – Italy, Rome, Teatro Sistina
Thu 2nd Apr – Germany, Munich, Kongresshalle
Sat 4th Apr – Austria, Vienna, Ottakringer Brauerei
Sun 5th Apr – Czech Republic, Prague, Hybernia Theatre
Tue 7th Apr – Poland, Krakow, ICE Congress Hall
Wed 8th Apr – Poland, Lodz, Klub Wytwornia
Thu 9th Apr – Germany, Berlin, Columbiahalle
Fri 10th Apr – Germany, Hamburg, CCH2
Sun 12th Apr – Denmark, Aarhus, Train
Mon 13th Apr – Denmark, Copenhagen, Amager Bio
Tue 14th Apr – Sweden, Malmo, Palladium
Thu 16th Apr – Sweden, Gothenburg, Konserthuset
Fri 17th Apr – Sweden, Stockholm, Debaser Medis
Sun 19th Apr – Finland, Helsinki, The Circus
Tue 21st Apr – Norway, Oslo, Sentrum Scene
Thu 23rd Apr – The Netherlands, Zwolle

The Aristocrats – Culture Clash Deutschland Tour

Gitarrist Guthrie Govan, Drummer Marco Minnemann (beide im Line-Up von Steven Wilsons Soloband) und Bassist Bryan Beller (Dethklok, Steve Vai, Joe Satriani) bilden die Supergroup The Aristocrats. Im März stellt das virtuose Fusion Trio das aktuelle Album Culture Clash live in 8 Städten in Deutschland vor. Euch erwartet ein spritziger Mix aus Jazz, Rock und Blues.

The Aristocrats live in Zoetermeer

The Aristocrats live in Zoetermeer

Tourdates

Die Band macht während ihrer Europa-Tour Halt in München (02. März, Backstage Werk), Berlin (04. März, Kesselhaus), Hamburg (05. März, Fabrik), Dortmund (09. März, domicil), Köln (10. März, Kantine), Ludwigshafen am Rhein (11. März, Das Haus), Reichenbach (12. März, Bergkeller) und Dresden (13. März, Tante Ju). Tickets für die Shows bekommt ihr bei eventim.

Boing! We’ll do it live

access2music: Interview mit Steven Wilson in Leipzig + Review & Fotos

Steven Wilson & Band live in Leipzig © archeopix

Steven Wilson live in Leipzig © archeopix

Ein Rückblick auf Steven Wilsons Herbst-Tour in Deutschland: Christian hat sich für das Musikportal access2music.de mit Steven in Leipzig für ein Interview verabredet und das Konzert für euch in Wort und Bild festgehalten.
Im Interview spricht Steven über den Alltag seiner Europa-Tour und lässt die Festival-Auftritte bei Hurricane, Southside, NovaRock und der Night of Prog Revue passieren. Dazu gibt er einen Einblick in Blackfield, die ungewisse Zukunft von Porcupine Tree, sein neues Solomaterial und vieles mehr.

Das ausführliche Interview ist in’s Deutsche übersetzt. Hier ein Auszug, das komplette Gespräch zwischen Christian und Steven findet ihr hier.

A2M: Nun bist du heute in Leipzig. Es ist ja nicht das erste Mal, dass du hier bist. Hattest du eigentlich schon die Gelegenheit ein wenig Sightseeing zu betreiben?

SW: Ja, wir hatten gestern einen freien Tag hier. Wir waren ja auch schon mehrfach mit Porcupine Tree hier. Leipzig ist eine sehr interessante Stadt.

A2M: Hast du eigentlich so etwas wie eine tägliche Routine auf Tour? Was macht ihr dann in eurer Freizeit?

SW: Nicht direkt. Aber wir haben normalerweise regelmäßig freie Tage, da es einfach nicht möglich ist jeden Tag eine Show zu machen. Du hast eine logische Route durch Europa und kannst eben nicht den einen Tag in Mailand spielen und nächsten in Finnland. So hast du zwangsläufig diese kleinen freien Tage bei denen du keine Wahl zum wählen hast. Dieses Mal hatten wir einen Tag in Dresden, dann hier in Leipzig, später in Hannover und nächste Woche in Lyon. Wenn es eine interessante Stadt ist, dann ist es immer toll durch die Straßen zu wandern.

Christians Review zur Show in der Theater Fabrik Sachsen könnt ihr hier lesen. Alle Bilder der Show könnt ihr euch auf Christians Flickr-Seite ansehen.

Steven Wilson & Band live in Leipzig © archeopix

Steven Wilson & Band live in Leipzig © archeopix

Blackfield Tour: Steven Wilson & Aviv Geffen im C-Club Berlin

Blackfield IV Cover

Das Cover von Blackfields “IV”

Im kommenden Februar wird die Band Blackfield mit dem aktuellen Studioalbum IV durch Europa touren.

In den letzten Tagen wurden nach und nach Tourstationen des Duos bekannt gegeben. Lange war das Warten, doch heute hat die Band auch ein Konzert in Deutschland angekündigt. Steven Wilson und Aviv Geffen treten am 10. Februar im C-Club in Berlin auf.

Tickets für die Show sind ab sofort bei eventim erhältlich.

Blackfield live: Steven Wilson & Aviv Geffen

Blackfield live: Steven Wilson & Aviv Geffen

Review: Steven Wilson live in der Heinrich-Lades-Halle Erlangen [Photos]

Am Sonntag war es wieder soweit: Steven Wilson und seine Liveband machen Halt in Süddeutschland. Nachdem bei der ersten Raven-Tour im Frühjahr die Großstädte Stuttgart und München Anlaufstelle waren, bekommt dieses Mal das fränkische Erlangen den Zuschlag.

Steven Wilson & Band live in Erlangen, Heinrich Lades-Halle - © Florian Thoma

Steven Wilson in Erlangen © Florian Thoma

Im Großen Saal der Heinrich-Lades-Halle spielt die Band das letzte Headliner-Konzert ihrer Deutschlandtour vor einem bunten Publikum: vom Prog-Jungspund bis zum Ur-Progger ist auf Wilson-Shows alles vertreten. Im Foyer wird über Musik geplauscht, über die Show spekuliert und in Ruhe der Merch-Stand abgecheckt. Die Vorfreude auf ein tolles Konzert macht sich breit.

Inzwischen nehmen die ersten Besucher im Saal Platz. Auch heute Abend spielt die Band in einem bestuhlten Konzerthaus. Über den Beamer läuft bereits das neue Intro-Video von Lasse Hoile. Die Show hat noch nicht begonnen, da spielt man schon mit der Konzentration der Besucher. Der Mann, der in der Found Footage wieder und wieder mit seinem Gitarrenkoffer durch das Bild schlendert, wird uns später in der Show noch einmal begegnen. Aus den Surround-Boxen wummert dazu ambiente Begleitmusik von Bass Communion. So füllt sich der Saal langsam, bis Musik und Licht aus gehen und Wilson zunächst allein die Bühne betritt.
Als Opener wählt er mit dem folkigen Trains die Porcupine Tree-Zugabe per se, allerdings in einer abgewandelten Akustikversion. Ein ungewohnter Einstieg in seine Soloshow. Es ist ein wenig als würde man die Stimme eines alten Freundes wiederhören. Hommage oder stiller Abgesang einer Ära? Nun, Freude und Melancholie sind zwei Seiten der selben Münze.
Ehe die Hymne verstummt, betritt die Band die Bühne. Adam Holzman nimmt am Keyboard Platz und Theo Travis greift zur Querflöte. Scheinwerfer und Visuals fahren hoch, als der Bassist Nick Beggs und der Drummer Chad Wackermann losfeuern, der Virtuose Guthrie Govan setzt mit seiner Lead-Gitarre ein. Kein langsames Eingrooven, sondern gleich in die Vollen: mit Luminol kommt das erste Brett der Show. Ruhigen Kontrast liefert die Piano-Ballade Postcard aus seinem Doppelalbum Grace for Drowning, nach der Wilson selbst zum Bass greift und im Duo mit Nick Beggs den Groove-Overkill in The Holy Drinker startet. Vertont wird die Höllenfahrt eines Alkoholikers, der seine Seele verkauft. Das Sounddesign über das Quadsound-System ist live eine Wucht: es ist als würde sich die Hölle um einen herum auftürmen.
Die Setlist ist ein durchdachter Mix aus den 3 Soloalben und dem, was noch nichtmal aufgenommen wurde, wobei der Akzent natürlich auf der aktuellen Platte liegt. Bis auf The Pin Drop werden alle Songs von The Raven That Refused to Sing über die Show verteilt gespielt.
Nun sehe ich die Band dieses Jahr nicht zum ersten Mal, aber der Spaß, den die Gruppe auf der Bühne hat, ist in Erlangen greifbar wie nie. Die Rolle des Frontmanns steht dem zierlichen Briten erstaunlich gut. Mit Witz moderiert Wilson durch das zweistündige Set und hat selbst die helle Freude an der eigenen Band. Für alle BesucherInnen unter 50 gibt es eine kurze Einführung in das Mellotron, Govan übersetzt ein kurzes Märchen in ein improvisiertes Gitarren-Solo und Wilson outet sich als musiktheoretischen Legastheniker. Bestens gelaunt philosophiert er über fränkisches Bier (Export Hell?) und lobt die deutsche Backkunst – genauer die Sahnetorte, mit der er heute backstage seinen Geburtstag feiert.

Das größte Geschenk hat er heute Abend aber selbst dabei: es gibt eine Kostprobe des Songwritings für die nächste Platte. Heute Abend werden 2 Portionen gespielt, die noch kein Studio von Innen gesehen haben. Zwei Stücke als Momentaufnahme und Überraschung an die treue Gefolgschaft, die auch aus ihrem x-ten Konzertbesuch ein Aha!-Erlebnis mitnehmen soll. Der Appell, genau deshalb das präsentierte Material einfach mal nicht auf YouTube zu stellen, wird jedenfalls mit Applaus belohnt. Etwas Verwirrung bei der Namensgebung kann dann vielleicht nicht schaden? Zwischen Drive Home und The Watchmaker platziert die Band einen monumentalen 15-Minuten-Epos, der jeden Abend einfach einen neuen Arbeitstitel bekommt. Wilson muss kurz auf die Setlist schielen. Heute Abend heisst das Stück “Regret No. 5″. In gewohnter Manier schlängelt sich die Band durch wirre Tonskalen, springt zwischen atmosphärischen Soundpassagen und donnerndem Noise. Das Stück hat Groove und genug Platz um alle Musiker mit ihrem Talent glänzen zu lassen. Es spricht nur für die Band und ihren Ehrgeiz eine Viertelstunde mit absolut ‘unbekannter’ Musik zu bestreiten (und bei aller Liebe: wir sprechen hier nicht von Schunkelmusik im 4/4-Takt). “Regret No. 5″ ist eine ausufernde Komposition mit vielen Winkeln, die Lust auf mehr macht.

Steven Wilson & Band - Erlangen 2013 - © Florian Thoma

Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma

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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma
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Steven Wilson & Band - Erlangen, Heinrich-Lades-Halle 2013 - © Florian Thoma

Eine kurze Verschnaufspause gibt es, als das Intro-Video zu The Watchmaker auf den entfalteten Kabuki projiziert wird. Mit Index und dem 15-minütigen Jazz-Epos Raider II folgen zwei weitere Psychoritte durch die Gedankenwelt wirrer Serienmörder. Zu dem Instrumental Sectarian wird der Bühnenvorhang hochgefahren und der Blick auf die Band wieder frei. Harmony Korine bleibt der einzige Insurgentes-Track in der Setlist. Das Publikum ist bestens gelaunt, leider nimmt die Venue der Stimmung oft den Wind aus den Segeln. In dem bestuhlten Saal kommt nur punktuell Feedback aus der Menge, zuviel wurde das Publikum in Ränge, Blöcke und Reihen aufgeteilt. Zurückhaltend und eher kontemplativ betrachten die Franken das audiovisuelle Schauspiel. Dieses Mal auch keine Einladung seitens der Band, während des letzten Drittels der Show aufzustehen, sondern das Geständnis, dass seated venues auch von der Bühne aus ein ungewöhnlicher Anblick bei einem Rockkonzert sind. Bei allen Vorzügen – ich bin immernoch kein Fan der bestuhlten Konzerte. Aber es hat etwas ungewollt Komisches im Deutschen zu sagen: “Steven Wilson hat mich sitzen lassen.” Mit dem Titeltrack The Raven That Refused to Sing und dem gleichen Animationsfilm von Jess Cope endet die reguläre Showzeit.

Steven Wilson & Band live in Erlangen © Florian Thoma

Steven Wilson & Guthrie Govan © Florian Thoma

Ihre anschließende Zugabe startet die Band mit dem längeren Fusion-Stück Remainder The Black Dog.
Der letzte Song heute Abend ist gleichzeitig ein Blick in die Zukunft. Happy Returns ist eine sphärisch-düstere Rockballade, die von Gitarre und Piano getragen wird. Einer dieser Songs, für die die Briten das Wort bittersweet haben: verträumte Akkorde, ein Gespür für wunderschöne Melodien, hymnenhafte Lead-Arbeit von Govan und lautmalerischer Harmoniegesang. Ich mache die Augen zu, in Gedanken grinst mir David Gilmour breit entgegen.
Im Scherz sagt Steven, in seiner Karriere habe er nicht einen Hit geschrieben. Nichts, dem er verpflichtet sei. Vielleicht haben wir den ersten ja gerade gehört. Er erzählt vom Wiedersehen zweier Brüder, die einander fremd geworden sind. Er selbst scheint musikalisch so sehr bei sich wie nie. Aber er sucht weiter. Den Weg wird er selbst einschlagen. Er schaut dabei nicht nach Gestern, sondern blickt auf Morgen. Heute feiert er in Erlangen seinen Geburtstag auf der Bühne, es fühlt sich an wie die Geburtsstunde eines Freigeists.
Steven Wilson & Band live in Erlangen © Florian Thoma

Steven Wilson & Band live in Erlangen © Florian Thoma